*
PrinterFriendly
Druckoptimierte Version
contact
Menu
Startseite Startseite
Über Uns Über Uns
Aktuelles/Veranstaltungen Aktuelles/Veranstaltungen
Rundgang Rundgang
Großer Raum Großer Raum
Diele Diele
Kätnerstube Kätnerstube
H.-Claudius-Stube H.-Claudius-Stube
Vor-/Frühgeschichte Vor-/Frühgeschichte
Dachraum Dachraum
Grosser Dachraum Grosser Dachraum
Kräutergarten/Hofgelände Kräutergarten/Hofgelände
Grundrisspläne Grundrisspläne
Museumspädagogik Museumspädagogik
Trauungen Trauungen
Galerie Galerie
Sponsoren Sponsoren
Aus unserem Gästebuch Aus unserem Gästebuch
Links/Download Links/Download
findling
findling

Diele

Hauptraum des norddeutschen Bauernhauses (Fachhallenhaus), in dem Mensch und Vieh unter einem Dach lebten, war die Diele (Däle), der Raum für die Erntewagen, die Tenne zum Dreschen des Getreides. Von hier gingen die Stallungen für Pferde und Rinder ab, und den Abschluss zum Wohnteil (der Döns) hin bildete das Flett, der Küchenraum mit dem offenen altdeutschen Herd. Diese Situation ist hier noch teilweise vorhanden. Früher war der Fußboden aus Lehm gestampft, das ist hier mit ähnlichem Material nachgeahmt worden. Die Decke aus dicken Balken ist mit rohen Bohlen belegt. Einst barg der Dachraum darüber die Ernte. Im übrigen aber ist der Raum verändert und für Museumszwecke hergerichtet worden.
 
Wenn man die Diele betritt, fällt als erstes der elegante Jagdwagen ins Auge mit Samtpolsterung, Pelzdecken, Karbidlampen als Beleuchtung und manch anderen Extras. Das Fahrzeug ist viel zu edel für einen durchschnittlichen bäuerlichen Betrieb. Es ist aber ein Beispiel dafür, dass etwa ab 1900 reiche Städter aufs Land gingen und hier ihren »feudalen« Stil lebten.
 
 
Neben dem Eingang zur Kätnerstube ist ein Alkoven, ein Wandbett eingebaut. Diese Form der Schlafgelegenheit war einst sehr verbreitet. Bauer und Bäuerin schliefen im Wohnteil des Hauses in so einem Wandbett und das Gesinde hatte entweder eine kleine Kammer oder wie hier einen Alkoven am Flett. Man war dann nahe beim Vieh und konnte sofort nachsehen, wenn Tiere unruhig wurden.
 
Der wichtigste Teil der Diele und Mittelpunkt des alten Bauernhauses war der Bereich um den Herd, das Flett. Er bildete den Abschluss der Diele zum Wohnteil des Hauses. Hier sehen wir den nachgebildeten, gemauerten, offenen, sogenannten altdeutschen Herd mit dem Schwibbogen darüber, und auf der rechten Seite den Abschluss der Entwicklung, einen großen, geschlossenen Kohleherd aus emailliertem Blech und mit gusseiserner Herdplatte, einen englischen Herd, der respektvoll »Kochmaschine« genannt wurde. Er gehört eigentlich in einen besonderen Raum, die Küche, und war natürlich an einen Schornstein angeschlossen. Außer dem Herdteil, der von vorn befeuert wird und in der Herdpatte mehrere Kochlöcher hat, die mit eisernen Ringen verkleinert, vergrößert oder ganz geschlossen werden können, gibt es eine Backröhre, einen Wasserbehälter und andere Extras.
 
An einer Längsseite ist eine vollständige Schmiede aufgebaut, die auch an die ursprüngliche Nutzung des Anwesens erinnern mag. Vorhanden sind Esse, Blasebalg, Amboss und alle zu einem Schmiedebetrieb gehörenden Werkzeuge. Passend dazu hängen an der Wand mehrere Pferdegeschirre und Sättel.
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail