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Plattdeutsche Ortsnamen rund um Hoisdorf

Viele Dörfer in Stormarn entstanden im Mittelalter durch die Rodung von vorher noch zusammenhängenden Waldflächen. Es sind Rodungsdörfer oder Hagendörfer (plattdeutsch Hagen = hochdeutsch für Gehölz). Das genaue Entstehungsalter ist in der Regel nicht bekannt, die Geschichtsschreibung beginnt daher mit der ersten Erwähnung eines Ortsnamens, wobei die Orte schon Jahrhunderte älter sein können.

Redensart: „In Grotensee ist Ach un Weh, in Lüttensee dor wasst de Klee, in Hoisdörp sünd de fetten Per, ut Mötendörp kümmt de Botter her“.

Hoisdorf oder Hoisdörp wurde zum ersten Mal im Jahr 1279 erwähnt als Hogerstorpe oder Hogersdorpe. So genau nahm man es früher noch nicht mit der Schreibweise, und es findet sich auch Hochstorff, Hoyersdorpe, Hoystorpe. Eine mögliche Übersetzung ist „Dorf des Hoger“. „Hoger“ und „Hoyer“ könnten Eigennamen sein oder eine Funktionsbezeichnung für den Anführer beim Roden des Waldes. In der Preußenzeit bekam Hoisdorf endgültig seinen heutigen Namen.

Die plattdeutschen Namen Grotensee und Lüttensee sind sicher leicht verständlich als Großensee und Lütjensee.

Auch bei Siek ist die Übersetzung einfach. Das plattdeutsche „siek“ bedeutet niedrig, und „Siek“ ist eine feuchte, sumpfige Niederung.

Sprachlich interessant ist Mötendörp=Oetjendorf. Woher kommt der Anfangsbuchstabe M, und warum ist er im Hochdeutschen wieder verschwunden?

Die erste Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1263 unter dem Namen Odickendorp, auch finden sich Odekendorff, Oytkendorff, Otgendorf. Über lange Zeit hinweg benutzte man auch Moyetkendorff und Mötendörp. Eine Dorfchronik (Fischer und Gille) gibt folgende Erklärung: Odiko ist eine Verkleinerungsform des Namens Odo. Odickendorp wäre dann das Dorf des Odiko. Im Mündlichen hat man noch ein „tom“ (hochdeutsch „zum“) vorangestellt. Das m von „tom“ ist dann mit dem Ortsnamen verschmolzen.


Verwendete Literatur:
Otto Mensing, „Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch“ (Digitalversion Uni Kiel); Platt för Plietsche (Internetdatenbank); Norbert Fischer und Klaus Gille, 2001, „Hoisdorf und Oetjendorf“; Heinrich Sarhage, 1950, „Südstormarn, Unterrichtliche Merkblätter, Heft 3“

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