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Vor- und frühgeschichtliche Sammlung

 
Über eine alte, schmale und enge Treppe, die aus der Claudius-Stube (Raum 6) nach oben führt, erreicht man die umfangreiche Sammlung des Museums zur Vorgeschichte unserer Region. Der Raum war ehemals der Kornboden des Hofes, auf dem das gedroschene Getreide gelagert wurde.
 
Für hoch gewachsene Leute ist beim Betreten des Raumes zunächst Vorsicht geboten, denn die Tür ist niedriger, als wir es meist gewohnt sind.
 
fg1Der Rundgang führt an den Schauvitrinen entlang, die ringsherum an den Wänden des Raumes stehen. Über den einzelnen Vitrinen sind an den Wänden große Farbzeichnungen angebracht. Sie bieten dem Besucher anschauliche Lebensbilder, jeweils passend zu der Epoche und zu den Gegenständen die in den darunter stehenden Vitrinen zu sehen sind.
 
Man beginnt diesen Rundgang mit den ältesten Entwicklungsepochen der Menschheit und schreitet dann allmählich zu immer jüngeren Abschnitten voran, um schließlich am Ende der Jungsteinzeit mit der Bronzezeit zum Metallzeitalter zu wechseln. Den Abschluss des Rundgangs bildet schließlich die Eisenzeit.
 
Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die steinzeitlichen Funde aus dem Ahrensburg-Meiendorfer Tunneltal.
 
fg2Der Archäologe Alfred Rust konnte nachweisen, dass die Rentierjäger der Hamburger Kultur am Ende der Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren im Ahrensburg-Meiendorfer Tunneltal gejagt haben. In einer hierauf folgenden wärmeren Klimaphase lebten hier vor etwa 13.400 Jahren die Jäger der Callenhard-Magdalenien Kultur, denen dann während des erneuten Kälterückfalls vor etwa 12.700 Jahren nochmals die Rentierjäger der Ahrensburger Kultur folgten.
 
 
 
 
 
 
Die Vitrine 6 ist der Bearbeitung von Knochen und Geweih gewidmet. Aus den Knochen und Geweihen der bei der Jagd erlegten Rentiere wurden Harpunen, Nähnadeln, Pfeilspitzen, Messergriffe, Geweih-Äxte und viele andere Geräte hergestellt.
 
In Vitrine 7 wird gezeigt, wie ein sehr langer Lederriemen aus dem doch ziemlich kleinen Fell eines Rentiers hergestellt wurde. Riemenlängen von 20 bis 30 m, ohne Knoten und andere Verbindungsansätze, konnten auf diese Weise leicht erzielt werden. Für die Jagd mit der Harpune waren solche Lederriemen erforderlich, die ohne Hindernisse durch die Hand gleiten konnten. Das für diese Arbeiten verwendete Werkzeug war der aus Geweih geschnitzte Riemenschneider, in den ein kleines Flintmesser gesteckt wurde.
 
War dieses Flintmesser stumpf geworden, so konnte man es mühelos austauschen, wie die Wechselklinge bei unseren moderneren Teppichmessern.
 
Begünstigt durch die guten klimatischen Bedingungen, die in unserer Gegend herrschten, wanderten hier um etwa 3500 v.Chr. Siedler ein, die Ackerbau und Viehzucht betrieben.
 
Sie bauten bereits die Getreidearten Gerste, Hirse und Weizen an, letzteren in den drei Sorten Einkorn, Emmer und Zwergweizen. Der Anbau von Hafer erfolgte erst in der Bronzezeit, und noch später. Erst in der Eisenzeit, als das Klima wieder kälter wurde, kam der Roggen hinzu.
 
Geschliffene Steinwerkzeuge, hergestellt aus Feuerstein und Felsgestein, wie zum Beispiel große Äxte, Spezialformen von Beilen und Meißeln, wurden für das Roden von Wäldern und die Holzbearbeitung beim Bau von Häusern und Booten benötigt.
 
Steinerne Streitäxte und Hämmer wurden für die Schäftung durchbohrt.
 
»Fischschwanzdolche« aus Flint wurden am Ende der Jungsteinzeit als Nachahmung von Bronzedolchen hergestellt.
 
Unter der Treppe liegt eine aus Granit gefertigte Reibmulde mit Reibstein, die zum Mahlen des Getreides diente.
 
Die ersten Geräte aus Bronze dürften in unserer Gegend ab etwa 1800 v.Chr. eine bescheidene Verbreitung gefunden haben. Da die Bronze importiert werden musste und sehr kostbar war, konnte sich nur ein geringer Teil der Bevölkerung Metallgeräte leisten. Deshalb sind Flint- und Felsgestein für einfache Gebrauchsgeräte bis ans Ende der Bronzezeit und darüber hinaus verwendet worden. Dabei lassen allerdings die Pfeilspitzen und Schaber aus Flint eine besondere Eleganz der Formgebung erkennen.
 
Ein Tüllenbeil aus Bronze und ein Spinnwirtel aus Ton sind zu sehen und daneben die Nachbildungen eines Beiles und eines Messers aus Bronze.
 
Eine Urne mit Leichenbrand steht in der Vitrine 14.
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